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Unternehmenswert

Was ist ein Unternehmen eigentlich wert? Diese Frage beschäftigt nicht nur Käufer und Verkäufer, sondern auch Banken, Investoren und die Unternehmer selbst. Die Antwort ist komplexer als man denkt. Denn neben harten Zahlen spielen auch weiche Faktoren eine wichtige Rolle – von der Marktposition bis zum Know-how der Mitarbeiter.

Bewertungsanlässe

Eine Unternehmensbewertung wird aus verschiedenen Gründen durchgeführt. Die häufigsten Anlässe sind:

Die klassischen Bewertungsmethoden

In der Praxis haben sich verschiedene Verfahren etabliert, um den Wert eines Unternehmens zu ermitteln. Das Ertragswertverfahren schaut in die Zukunft und berechnet, welche Gewinne das Unternehmen voraussichtlich erwirtschaften wird. Das Substanzwertverfahren hingegen betrachtet das vorhandene Vermögen – von Maschinen über Immobilien bis zu Patenten. Häufig wird auch eine Mischung aus beiden Methoden angewandt.

Moderne Ansätze wie die Discounted-Cash-Flow-Methode sind besonders bei größeren Unternehmen beliebt. Sie berücksichtigen die zukünftigen Zahlungsströme und rechnen diese auf den heutigen Zeitpunkt um. Ein Beispiel: Ein Produktionsbetrieb plant große Investitionen, die erst in einigen Jahren Erträge bringen. Diese zeitliche Komponente wird bei der Bewertung berücksichtigt.

Mehr als nur Zahlen

Der wahre Wert eines Unternehmens lässt sich nicht allein in Euro und Cent ausdrücken. Viele Faktoren sind schwer zu beziffern, aber trotzdem wertvoll:

Die Qualität des Managements, die Motivation der Mitarbeiter, langjährige Kundenbeziehungen oder eine starke Marke können den Wert erheblich steigern. Auch die Marktposition, technologischer Vorsprung oder einzigartige Produkte machen ein Unternehmen wertvoll.

Aktuelle Entwicklungen

Die digitale Transformation stellt die Unternehmensbewertung vor neue Herausforderungen. Wie bewertet man Daten, Algorithmen oder digitale Geschäftsmodelle? Start-ups werden oft mit Millionen bewertet, obwohl sie noch keine Gewinne schreiben. Hier zählen Wachstumspotenzial und innovative Technologien mehr als klassische Kennzahlen.

Die Praxis zeigt: Der Wert eines Unternehmens ist keine starre Größe, sondern abhängig von vielen Faktoren. Was für einen strategischen Käufer wertvoll ist, muss für einen Finanzinvestor noch lange nicht interessant sein. Ein Familienunternehmen mit stabilen Erträgen kann für den einen Käufer goldrichtig sein, während ein anderer lieber in ein schnell wachsendes Start-up investiert.

Entscheidend ist letztlich nicht nur der errechnete Wert, sondern auch die Verhandlungspositionen von Käufer und Verkäufer. Wie bei vielen Dingen im Leben gilt auch hier: Etwas ist genau das wert, was jemand bereit ist dafür zu zahlen.

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